Neues Abkommen zwischen Spanien und den Niederlanden: wesentliche Auswirkungen auf internationale Strukturen

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Neues Abkommen zwischen Spanien und den Niederlanden: wesentliche Auswirkungen auf internationale Strukturen

Am 10. März 2026 genehmigte der Ministerrat die Unterzeichnung eines neuen Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung zwischen Spanien und den Niederlanden. Es wird das seit 1971 geltende Abkommen ersetzen, welches zu den ältesten im spanischen Netzwerk zählt.

 

Obwohl der endgültige Text noch veröffentlicht und ratifiziert werden muss, führt das neue Abkommen Änderungen von großer Bedeutung ein, insbesondere für internationale Investitionsstrukturen mit Immobilienvermögen in Spanien.

 

Wichtigste Neuerungen

  • Besteuerung indirekter Immobiliengewinne in Spanien

Spanien kann künftig Gewinne aus dem Verkauf von Beteiligungen an Unternehmen besteuern, deren Wert hauptsächlich aus Immobilien auf spanischem Staatsgebiet stammt (mehr als 50 %).

 

Dies stellt eine wesentliche Änderung gegenüber der derzeitigen Regelung dar, nach der solche Gewinne bisher ausschließlich in den Niederlanden besteuert wurden.

 

  • Angleichung an internationale Standards (BEPS)

Das Abkommen enthält Maßnahmen zur Bekämpfung von Missbrauch, wie die Hauptzweckklausel (PPT), sowie Verbesserungen bei den Streitbeilegungsmechanismen, einschließlich der Schiedsgerichtsbarkeit.

 

  • Stärkerer Fokus auf Substanz und Strukturen

Die Beschränkungen für den Zugang zu den Vorteilen des Abkommens bei Strukturen mit geringer wirtschaftlicher Substanz oder mit Präsenz in Niedrigsteuerländern werden verschärft.

 

Praktische Auswirkungen

Dieser neue Rahmen kann direkte Auswirkungen auf die Besteuerung von über niederländische Gesellschaften strukturierten Investitionen haben, insbesondere im Immobiliensektor, und sich auf die Planung von Veräußerungen, erwartete Renditen und Investitionsmodelle auswirken.

 

Nächste Schritte

Das Abkommen muss von beiden Ländern unterzeichnet und ratifiziert werden, bevor es in Kraft treten kann. Es ist jedoch ratsam, seine Auswirkungen vorwegzunehmen, bestehende Strukturen zu überprüfen und mögliche Alternativen zu analysieren.

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